Sonnenschein nutzen im Kanton Schwyz: Ihr Solar-Leitfaden

Schöpfen Sie das ungenutzte Energiepotenzial Ihres Daches aus. Dieser Leitfaden bietet Ihnen ein umfassendes Handbuch für die Installation von Solaranlagen im Kanton Schwyz, vom Verständnis des Potenzials Ihrer Immobilie über die Nutzung finanzieller Anreize bis hin zur Sicherstellung einer zukunftssicheren Investition.
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Erhalten Sie ein kostenloses Solarangebot für Ihr DachDas Schwyzer Solarpotenzial: Mehr Sonne als Sie denken
Stellen Sie sich den vertrauten, atemberaubenden Anblick der sonnenüberfluteten Chalets über dem Vierwaldstättersee vor. Nun stellen Sie sich vor, dass auf ihren Dächern kein Schnee glitzert, sondern schlanke, dunkle Photovoltaikanlagen, die das Sonnenlicht der Alpen in sauberen, wertvollen Strom umwandeln. Diese Vision wird im ganzen Kanton Schwyz rasch Realität.
Die Schwyz ist nicht nur für ihre dramatischen Landschaften bekannt, sondern auch für ihr grosses Solarpotenzial. Die Region verfügt über eine beträchtliche jährliche Sonneneinstrahlung. Die Werte für die globale horizontale Einstrahlung im Schweizer Mittelland, wo ein Grossteil des Kantons liegt, sind von 1'120 bis zu mehr als 1'400 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²). In den höheren Alpenregionen ist dieses Potenzial sogar noch grösser. Um das zu veranschaulichen: Jeder Quadratmeter eines optimal platzierten Solarmoduls kann einen erheblichen Teil des Stroms erzeugen, der benötigt wird, um einen modernen, energieeffizienten Kühlschrank ein ganzes Jahr lang mit Strom zu versorgen.
Dieser hohe Solarertrag in Verbindung mit einem unterstützenden Rahmen aus staatlichen und kantonalen Fördermassnahmen macht Investitionen in Solarenergie attraktiver denn je. Da die Strompreise für Privathaushalte nach wie vor einen erheblichen Kostenfaktor darstellen, ist die Eigenstromerzeugung ein direkter Weg zu erheblichen Einsparungen und Energieunabhängigkeit. Tatsächlich schreibt der Kanton Schwyz seit Mai 2022 für alle Neubauten eine Form der Stromerzeugung vor Ort vor und unterstreicht damit sein Engagement für eine solarbetriebene Zukunft.
Vorgehensweisen bei der PV-Installation: Dach, Boden & Genehmigungen
Glücklicherweise hat die Schweiz das Verfahren für Solaranlagen vereinfacht. Für ein reibungsloses Projekt ist es jedoch entscheidend, die Regeln für die verschiedenen Anlagentypen und Standorte zu kennen.
Installationsarten
- Aufdachanlagen: Die häufigste Wahl für Wohn- und Gewerbegebäude, bei der bestehende Strukturen genutzt werden. Anlagen, die gut integriert sind und sich nicht an geschützten Kulturstätten befinden, unterliegen oft einem vereinfachten Meldeverfahren.
- Fassadenanlagen: Die vertikale Anbringung von Paneelen an Gebäudewänden ist eine immer beliebtere Option, insbesondere um die tief stehende Wintersonne einzufangen. Dies kann mit ästhetischen Bedenken verbunden sein, wird aber oft durch spezielle finanzielle Anreize gefördert. Mit dem Tool sonnenfassade.ch des Bundes können Sie sogar das Solarpotenzial der Fassade Ihres Gebäudes abschätzen.
- Freiflächenanlagen: Bei Privathäusern weniger verbreitet, aber eine Option für Grundstücke mit ausreichender Fläche, insbesondere in landwirtschaftlichen oder Gewerbegebieten. Diese erfordern fast immer eine vollständige Baugenehmigung. Ambitionierte Grossprojekte wie das geplante „Alpin Solar Ybrig“ experimentieren bereits mit dieser Option.
Im Kanton Schwyz hängt die Notwendigkeit einer formellen Baubewilligung von den Besonderheiten des Projekts ab.
- Meldeverfahren: Die meisten Aufdach-Solaranlagen auf bestehenden Gebäuden, die sich nicht in Kernzonen, Denkmalschutzzonen oder auf kulturell bedeutsamen Gebäuden befinden, unterliegen einer einfachen Meldepflicht. Sie müssen Ihr Solarprojekt über das eBau Online-Portal bei der lokalen Baubehörde anmelden, aber Sie müssen in der Regel nicht auf die formelle Genehmigung warten, um mit der Arbeit zu beginnen.
- Baubewilligungsverfahren: Für Anlagen auf schützenswerten Gebäuden oder in ausgewiesenen Schutzzonen, wie sie im kantonalen Schutzinventar oder im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgeführt sind, ist eine Vollbewilligung erforderlich. Sie ist in der Regel auch für Freiflächenanlagen und solche Anlagen erforderlich, die erheblich von den üblichen Baunormen abweichen.
Unser Tipp: Wenden Sie sich immer frühzeitig im Planungsprozess an Ihr lokales Bauamt. Dort wird Ihnen genau gesagt, ob Ihr Projekt eine einfache Meldung oder eine vollständige Genehmigung erfordert. So sparen Sie Zeit und vermeiden potenzielle Probleme bei der Einhaltung der Vorschriften.
Dimensionierung und Amortisation von Solaranlagen im Kanton Schwyz: Maximieren Sie Ihre Kilowatt
Im Kanton Schwyz, wie in weiten Teilen der Schweiz, wurden Solaranlagen traditionell so konzipiert, dass sie dem aktuellen Stromverbrauch der Haushalte entsprechen - in erster Linie, um die hohen Stromkosten durch Eigenverbrauch zu senken. Das ist zwar wirtschaftlich sinnvoll, lässt aber oft grosse Teile der verfügbaren Dachfläche ungenutzt - und verschenkt damit potenzielle Energie und langfristige Einsparungen.
Warum im Kanton Schwyz eine Vollabdeckung Ihres Daches mit Solarmodulen sinnvoll ist
Hier sind drei überzeugende Gründe, warum Sie Ihr Dach vollständig nutzen sollten:
- Denken Sie langfristig über Ihren Energiebedarf nach
Die heutigen PV-Anlagen sind für einen effizienten Betrieb über 30-40 Jahre ausgelegt. Anstatt sich nur am aktuellen Verbrauch zu orientieren, lohnt es sich, vorausschauend zu planen. Im Kanton Schwyz stellen immer mehr Haushalte auf Elektrofahrzeuge, elektrische Heizungen und Smart-Technologien um, wodurch der Strombedarf stetig steigt. Ein kleines System, das auf den Bedürfnissen von gestern basiert, kann schon in wenigen Jahren nicht mehr ausreichen.
- Zukünftige Upgrades sind meistens nicht einfach - oder günstig
Das spätere Hinzufügen weiterer Paneele ist nicht einfach Plug-and-Play. Es kann erforderlich sein, die Genehmigungen neu zu bearbeiten, das Gerüst neu zu bauen, möglicherweise Ihren Wechselrichter aufzurüsten und erneut Installateure zu beauftragen. Einige Gemeinden im Kanton Schwyz können auch neue Genehmigungen verlangen. Eine grössere, einmalige Installation spart auf lange Sicht oft Geld und Aufwand.
- Verdienen Sie Geld mit Ihrem überschüssigen Solarstrom
Schwyzer Hausbesitzer können von den gesetzlichen Möglichkeiten der Schweiz wie dem ZEV (gemeinsamer Eigenverbrauch), virtuellem ZEV und lokalen Energiegemeinschaften (LEG) profitieren. Diese ermöglichen es Ihnen, überschüssigen Solarstrom direkt an Verbraucher in der Nähe - und nicht nur an das Stromnetz - weiterzugeben oder zu verkaufen und so Ihr Dach in eine lokale Einnahmequelle zu verwandeln.

Sie sind nicht bereit für eine vollständige Investition? Es gibt Alternativen.
Wenn Ihnen die Anschaffungskosten für ein komplettes System zu hoch sind, haben Sie immer noch Alternativen. Im Kanton Schwyz bieten einige Solaranbieter Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) oder Leasingmodelle für Dächer an. Sie kümmern sich um die Installation und den Betrieb, während Sie von Mieteinnahmen oder reduzierten Strompreisen profitieren - ohne Anfangsinvestitionen.
Wie Ihre Verbrauchsgewohnheiten Ihre Solaranlage beeinflussen
Um die beste Rendite für Ihre Solarinvestition im Kanton Schwyz zu erzielen, ist es wichtig zu verstehen, wie Ihr Gebäude Strom verbraucht. Unabhängig davon, ob Sie eine private Wohnimmobilie oder eine Mehrfamilienimmobilie planen, hilft Ihnen die Überprüfung Ihrer Stromrechnungen der letzten 12 Monate–oder die Anforderung detaillierter Lastprofile bei Ihrem Energieversorger–bei der Auslegung Ihrer Anlage.
Sie können die Solareffizienz steigern, indem Sie Aufgaben mit hohem Energieverbrauch–wie Wäsche waschen, Elektrofahrzeuge aufladen oder Wasser erhitzen–in die Tagesstunden verlegen, wenn Ihre PV-Anlage am produktivsten ist. Allerdings liegt der Eigenverbrauch ohne Batterie selbst bei intelligenten Nutzungsgewohnheiten in der Regel bei maximal 30 %. Wenn Sie eine Energieunabhängigkeit von 80-90 % anstreben, ist eine Speicherlösung der Schlüssel zur Nutzung von überschüssiger Energie am Abend oder in der Nacht.
Kostenaufschlüsselung und reale Amortisation im Kanton Schwyz
Die Investition in eine PV-Solaranlage ist eine wichtige finanzielle Entscheidung. Es ist wichtig, die Komponenten der Kosten und die erwartete Amortisationszeit zu verstehen.
Typische Kostenkomponenten
Für eine 10 kWp-Standardanlage in der Schweiz lassen sich die Kosten wie folgt aufschlüsseln:
| Komponente | Typischer Kostenbereich (CHF) |
|---|---|
| PV-Module | 4'000 - 10'000 |
| Wechselrichter | 2'500 - 4'000 |
| Montagesystem & Installation | 4'000 - 7'000 |
| Planung, Gerüstbau & Elektrik | 8'500 - 11'500 |
| Gesamtsumme (ohne Batterie) | 19'000 - 32'500 |
| Optional: Batteriespeicher (10 kWh) | 8'000 - 14'000 |
Quelle: Basierend auf Marktprognosen für 2024/2025. Die Kosten sind Richtwerte und können variieren.
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Erhalten Sie ein kostenloses Solarangebot für Ihr DachAmortisationsdauer im Überblick
Die Amortisationszeit hängt stark von den Anfangskosten, der Höhe der Subventionen, dem Strompreis und Ihrer Eigenverbrauchsquote ab. Bei den aktuellen Förderungen kann ein gut geplantes System attraktive Renditen bieten.
| Eigenverbrauchsquote | Amortisationszeit mit Subventionen |
|---|---|
| 30% (ohne Batterie) | 10 - 14 Jahre |
| 70% (mit Batterie) | 8 - 11 Jahre |
| 80%+ (Batterie + Elektrofahrzeug/Wärmepumpe) | 7 - 10 Jahre |
Anmerkung: Dies sind Schätzungen. Die steigenden Kosten für Strom aus dem Netz verkürzen die Amortisationszeit, während die variablen Einspeisetarife für überschüssigen Strom die Maximierung des Eigenverbrauchs noch wichtiger machen.
Der lokale Solarmarkt: Installateure & Leuchtturmprojekte
Die Wahl des richtigen Partners für die Planung und Installation Ihrer PV-Anlage ist genauso wichtig wie die Komponenten selbst.
So finden Sie den richtigen Installateur
Ein vertrauenswürdiger Installateur ist der Grundstein für eine zuverlässige, langlebige Solaranlage. Achten Sie auf diese wichtigen Qualifikationen:
- Lokale Präsenz und Referenzen: Wählen Sie ein Unternehmen mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz im Kanton Schwyz. Fragen Sie nach Referenzen und besichtigen Sie, wenn möglich, eine abgeschlossene Installation in Ihrer Umgebung.
- Umfassende Untersuchung vor Ort: Ein professioneller Installateur führt eine gründliche Analyse vor Ort durch, einschliesslich der Messung der Beschattung und einer Überprüfung der Dachstruktur, anstatt sich nur auf Satellitenbilder zu verlassen.
- Transparente, detaillierte Kostenvoranschläge: Holen Sie mindestens zwei bis drei vergleichbare Angebote ein. Vergewissern Sie sich, dass sie die spezifischen Marken und Modelle von Modulen und Wechselrichtern, alle damit verbundenen Kosten und klare Garantieinformationen enthalten.
Zu den prominenten Energieversorgern und Installateuren in der Region gehören EWS und eine Reihe von spezialisierten lokalen und nationalen Solarunternehmen.
Leuchtturmprojekte
Der Kanton Schwyz fördert aktiv die Solarenergie. Über einzelne Hausdächer hinaus sind ehrgeizige Projekte im Gange. Die Axpo und der lokale Energieversorger EWS planen das «Alpin Solar Ybrig», eine 9-MWp-Freiflächen-Solaranlage auf 1'600 Metern über Meer, die über 2'600 Haushalte im Winter mit Strom versorgen soll. Noch innovativere Konzepte wurden im Kanton getestet, beispielsweise die Installation von Solarzellen auf Eisenbahninfrastrukturen.
Subventionen & Förderungen: Sonnenschein in Franken verwandeln
Die Schweiz bietet ein robustes, vielschichtiges Anreizsystem, um die Anschaffungskosten für die Umstellung auf Solarenergie zu senken. Diese Programme werden auf Bundes- und Kantonsebene verwaltet.
Bundessubvention (Pronovo)
Die Bundesagentur Pronovo verwaltet die wichtigsten finanziellen Anreize für PV-Anlagen.
- Einmalige Vergütung (EIV): Dies ist die wichtigste Förderung für die meisten Hausbesitzer. Sie besteht aus einer Grundvergütung plus einer leistungsabhängigen Vergütung pro kWp. Für eine Standardanlage mit 10 kWp beläuft sich diese im Jahr 2025 auf 3'600 Franken. Die Förderung beantragen Sie nach der Inbetriebnahme der Anlage. Berechnen Sie Ihre Förderung mit dem Pronovo-Rechner.
- Hohe Einmalvergütung für Anlagen ohne Eigenverbrauch (HEIV): Bei Anlagen, die 100% ihres Stroms ins Netz einspeisen, kann diese Subvention bis zu 60% der Investitionskosten einer Referenzanlage decken.
- Auktionen für Grossanlagen: Für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 150 kWp, die 100 % ihres Stroms ins Netz einspeisen, werden Subventionen im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Auktionsverfahrens für HEIV oder für die schwankende Marktprämie (GMP) vergeben, wobei die Subvention auf der Grundlage der eingespeisten Strommenge in Rappen pro kWh über einen festen Vergütungszeitraum von 20 Jahren berechnet wird.
Kantonale und andere Zuschläge
- Gebäudeprogramm: Im Kanton Schwyz bietet dieses Programm vor allem finanzielle Unterstützung für thermische Solaranlagen (für Warmwasser) und andere energieeffiziente Gebäudesanierungen.
- Fassade & Hochneigungsbonus: Um die Energieerzeugung im Winter zu fördern, bietet Pronovo erhebliche Zuschläge für Anlagen mit einer Neigung von 75 Grad oder mehr (d.h. vertikale Fassaden).
- Steuerabzüge: Die Kosten für die Solaranlage können in der Regel als wertbeständige Immobilieninvestition von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen werden, was zusätzliche Einsparungen ermöglicht.
Tarife, Einspeisung und Eigenverbrauchsmodelle
Die finanzielle Attraktivität einer Photovoltaikanlage wird durch das Verhältnis zwischen den Kosten für den Strom und den Einnahmen aus dem Verkauf des Überschusses bestimmt.
- Stromtarif für Privatkunden: Dies ist der Preis, den Sie für jede Kilowattstunde bezahlen, die Sie aus dem Stromnetz beziehen. In den letzten Jahren war dieser Preis zwar Schwankungen unterworfen, liegt aber weiterhin deutlich über den Einspeisetarifen, sodass jede Kilowattstunde, die Sie selbst produzieren und verbrauchen, sehr wertvoll ist.
- Einspeisevergütung: Dies ist der Tarif, den Ihr Versorger für den Strom zahlt, den Sie in das Netz exportieren. Diese Tarife variieren je nach Versorger, basieren aber in der Regel auf den Marktpreisen und sind deutlich niedriger als der Einzelhandelspreis.
Dieser Preisunterschied schafft einen starken Anreiz, den Eigenverbrauch zu maximieren. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde kann drei- bis viermal mehr wert sein als eine exportierte Kilowattstunde.
Neue Regeln zur Förderung des Eigenverbrauchs
Das revidierte Schweizer Energiegesetz führt neue Modelle zur Förderung des Eigenverbrauchs ein:
- Gemeinsames Eigenverbrauchsmodell: Der „Zusammenschluss zum Eigenverbrauch“ (ZEV) ist ein solider rechtlicher Mechanismus, der es mehreren Parteien ermöglicht, gemeinsam als eine einheitliche Gruppe Solarenergie zu erzeugen und zu nutzen – sei es innerhalb eines einzelnen Gebäudes oder über mehrere Immobilien hinweg.
- Virtuelle Eigenverbrauchsgemeinschaften (vZEV): Dieses Modell ermöglicht es Bewohnern verschiedener Wohnungen oder sogar benachbarter Gebäude, eine „virtuelle“ Gemeinschaft zu bilden, um Solarenergie ohne komplexe physische Neuverkabelung zu teilen, wobei die Smart-Zähler des Versorgungsunternehmens für die Abrechnung verwendet werden. Ab dem 01.01.2025 verfügbar.
- Lokale Energiegemeinschaften (LEG): Diese ermöglichen den Verkauf von Solarstrom innerhalb einer Nachbarschaft oder Gemeinde über das öffentliche Stromnetz zu einem reduzierten Netztarif, was einen weiteren Anreiz für die lokale Energieverteilung schafft. Ab dem 01.01.2026 verfügbar, bleiben Sie informiert!
Solarvertragsoptionen im Kanton Schwyz: Kaufen, Leasen oder mit Ihrem Dach Geld verdienen
Im Kanton Schwyz können Immobilienbesitzer durch verschiedene Modelle von Solarenergie profitieren – von vollständigem Eigentum bis hin zu Vereinbarungen mit Dritten. Jeder Ansatz ist mit unterschiedlichen Investitionssummen, finanziellen Risiken und potenziellen Erträgen verbunden.
- Vollständiges Eigentum
Dies ist das klassische Modell, das besonders bei Einfamilienhausbesitzern beliebt ist. Sie kaufen die PV-Anlage und sind deren Eigentümer, und haben damit Anspruch auf alle staatlichen Förderungen, Einspeisevergütungen und langfristigen Stromeinsparungen während der über 30-jährigen Lebensdauer der Anlage.
- Am besten geeignet für: Eigentümer mit ausreichendem Kapital oder Finanzierung, die eine maximale Kontrolle und den höchsten finanziellen Ertrag über die Lebensdauer der Anlage anstreben.
- Solar-Leasing
Beim Leasing installiert und besitzt ein Solarunternehmen die Anlage auf Ihrem Dach, und Sie zahlen eine monatliche Gebühr für die Nutzung des erzeugten Stroms. Ihre Vorlaufkosten sind minimal, aber der Anbieter behält alle Subventionen und Einnahmen aus dem ins Netz eingespeisten Stromüberschuss. Einige Verträge bieten die Option, die Anlage später zu kaufen.
- Am besten geeignet für: Einwohner, die einen einfachen Einstieg in die Solarenergie ohne grosse Investitionen suchen.
- Stromabnahmevertrag (PPA)
Bei einer PPA wird die PV-Anlage von einem externen Anbieter finanziert und sie gehört ihm. Sie verpflichten sich, den von der Anlage erzeugten Strom zu kaufen - in der Regel zu einem niedrigeren Tarif als der Ihres Energieversorgers. Im Kanton Schwyz gewinnt dieses Modell an Bedeutung für Mehrfamilienhäuser, Gebäude in Gemeinschaftsbesitz und kleine Unternehmen, bei denen die Eigentumsverhältnisse komplexer sind.
- Am besten geeignet für: Immobilienkonzerne oder neutrale Investoren, die vorhersehbare Kosten und saubere Energie wollen, ohne Eigentümer der Anlage zu sein.
- Dachmiete
Hier verpachten Sie Ihre ungenutzte Dachfläche an einen Solarentwickler, der die Anlage installiert und betreibt. Sie verbrauchen den Strom nicht selbst, sondern erhalten Mieteinnahmen vom Betreiber, der den Strom entweder an Mieter verkauft oder ins Netz einspeist.
- Am besten geeignet für: Eigentümer von grossen oder ungenutzten Dächern, die ein passives Einkommen ohne finanzielle Verpflichtungen suchen.
- Hybride Lösungen: Dachvermietung mit Umsatzbeteiligung
Für grosse Dachflächen auf Scheunen, Schulen oder Industriegebäuden bieten einige Entwickler kombinierte Modelle an. Sie verpachten Ihr Dach und können freiwillig auch einen Teil der Anlage finanzieren, wobei Sie sowohl Miete als auch einen Teil der Stromeinnahmen erhalten.
- Am besten geeignet für: Eigentümer, die passive Einnahmen mit Teilinvestitionen kombinieren möchten, um höhere Renditen und lokale Auswirkungen zu erzielen.
Für die meisten Wohnszenarien im Kanton Schwyz bietet der direkte Besitz, finanziert durch eine Kombination aus Ersparnissen, Subventionen und möglicherweise einem grünen Kredit, die beste langfristige Rendite.
Ihr 7-stufiger Plan zu einer PV-Anlage im Kanton Schwyz
Der Beginn Ihrer Solarreise kann in einen klaren, überschaubaren Prozess unterteilt werden:
- Ersteinschätzung & Beratung: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Installateur für eine erste Beratung. Definieren Sie Ihren Energiebedarf (einschliesslich zukünftiger Pläne wie ein Elektrofahrzeug oder eine Wärmepumpe).
- Untersuchung vor Ort & Systementwurf: Der Installateur besucht Ihr Haus, um Ihr Dach zu begutachten, die Beschattung zu messen und ein System zu entwerfen, das auf Ihre speziellen Bedingungen zugeschnitten ist.
- Erhalten und vergleichen Sie Angebote: Holen Sie detaillierte, aufgeschlüsselte Angebote von mindestens zwei bis drei seriösen Installateuren ein.
- Vertrag und Finanzierung: Unterzeichnen Sie einen Vertrag mit dem von Ihnen gewählten Installateur, in dem ein klarer Zeitplan für das Projekt und Meilensteine für die Bezahlung festgelegt sind. Vereinbaren Sie bei Bedarf eine Finanzierung.
- Genehmigungen und Benachrichtigungen: Der Installateur wickelt in der Regel die Anmeldung oder den Genehmigungsantrag bei den lokalen Schwyzer Behörden über das eBau-Portal ab.
- Installation und Inbetriebnahme: Das technische Team wird die Paneele montieren, den Wechselrichter installieren und das System an das Stromnetz anschliessen. Der Energieversorger erteilt die endgültige Genehmigung für die Inbetriebnahme.
- Beantragung der Subventionen und Monitoring: Sobald das System offiziell in Betrieb ist, reichen Sie Ihren Antrag auf die Pronovo-Einmalvergütung (EIV) ein. In der Regel übernimmt dies Ihr Installateur für Sie. Richten Sie das Monitoring Ihres Systems ein, um Ihre Produktion und Ihren Verbrauch zu verfolgen.
Fazit - Wie Sie das Beste aus der PV im Kanton Schwyz machen
Die Sonne, die die Gipfel und Täler des Kantons Schwyz beleuchtet, ist eine der wertvollsten und am wenigsten genutzten natürlichen Ressourcen des Landes. Durch die Nutzung dieser Energie tätigen Sie nicht nur eine solide finanzielle Investition, die sich eindeutig auszahlt. Sie tragen auch zur Energiesicherheit der Schweiz bei, steigern den Wert Ihrer Immobilie und machen einen konkreten Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft.
Die Reise beginnt mit einem einzigen Schritt. Durch die Nutzung umfassender staatlicher Förderungen, die Kenntnis der lokalen Vorschriften und die Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Fachmann können Sie Ihr Dach von einem passiven Unterschlupf in eine aktive Quelle sauberer Energie und finanzieller Einsparungen verwandeln. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in Solarenergie zu investieren – lassen Sie die Sonne der Alpen für sich arbeiten.
Sind Sie bereit, loszulegen? Ganz gleich, ob Sie das System kaufen oder einfach Ihr Dach für passives Einkommen vermieten möchten, Solergy kann Ihnen dabei weiterhelfen.
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